*** WERBUNG *** Da will ich das Baby im Beistellbettchen zum Einschlafen bringen, wechsle ewig hin und her zwischen Schnulli und Fläschchen, flüstere ihr gut zu, wenn sie sich hin und her wälzt, sehe endlich die Äuglein zufallen. Muss nur noch vorsichtig Finger für Finger vom kleinen Händchen entfernen, sehr langsam, damit sie nicht merkt, wie kalt es plötzlich ohne die Mama-Hand ist. Habe dieses Kunststück gemeistert, will aufstehen, zurück ins Wohnzimmer zu den leckeren, wenn auch inzwischen kalten Spaghetti, die auf mich warten. Stehe auf, leise, ganz leise und da. Quietscht. Wie. Immer. Das. Bett.

Dieses dumme Ding! ;)

Klar, es war total billig, das MALM-Bett und wir mussten damals beim Einzug eben sparen. Da muss man dann halt auch mit den Nachteilen leben.  Dem Gequietsche und damit, dass man einsinkt wie in ner Hängematte, davon manchmal Rückenschmerzen bekommt und sich nachts das Schienbein an der Ecke anhaut. Aber so richtig Spaß hat das alles auf Dauer nicht gemacht und wir wollten deshalb schon länger eine Rundumerneuerung im Schlafzimmer. Ich bin ein bisschen schwierig, wenn’s um das Design von Betten geht – die meisten gefallen mir überhaupt nicht. Darum gab es auch noch keinen konkreten Plan, wie ein Schlafzimmer-Update aussehen könnte.

Bis vor ein paar Wochen, als eine Kooperationsanfrage von Emma Matratzen* kam. Ehrlich gesagt konnte ich nicht eine Sekunde widerstehen!
Klar, normalerweise sollte man eine Matratze probeliegen, die Matratzenfachverkäufer aller Matratzenfachgeschäfte mit Dauer-Sale würden mich vermutlich schimpfen, weil man sich ja sozusagen die Matratze im Sack nach Hause holt. In diesem Fall habe ich aber einfach zugegriffen, denn erstens lagen „die Matratzen im Sack“ ja schon bei uns im Schlafzimmer und zweitens hatte ich bei Karina von ohwhataroom.de einen sehr glaubwürdigen Bericht über Emma gelesen. Also war der Plan: Bett raus, Matratzen raus, Lattenrost raus, Kommoden raus, Nachttische raus. Mir konnte es gar nicht schnell genug gehen, darum hatten wir zwischenzeitlich sogar ein Bettlager auf unserer Wohnzimmercouch ;) Das ist übrigens wie Zeltlager, nur drinnen – hoher Gemütlichkeitsfaktor, kann ich sehr empfehlen:

wohnzimmer-bettenlager

Auf eine größere Zeitspanne sollte man so etwas allerdings auch besser nicht ausdehnen, die Couch steht einem schlechten Bett nämlich in Sachen Rückenschmerzen in nichts nach ;) Wir warteten also sehnsüchtig auf die neue 2×2-Meter-Emma-Matratze und als sie dann schließlich bei uns eintrudelte, war ich erstmal etwas überrascht. In so einem kleinen Päckchen hätte ich sie nicht vermutet ;) Schaut mal:


Es war wirklich easy, das kleine Paket mit riesigem Inhalt alleine auszupacken und Emma an den richtigen Platz zu verfrachten.  Und auch die erste Nacht auf der neuen Matratze war total easy und bequem! Sie ist so konzipiert, dass sie ohne Lattenrost auskommt. Die ersten Tage auf dem Boden waren also schon direkt viel gemütlicher als auf unserem alten Bett. Emma ist eine sehr weiche Matratze, die aber nur punktuell nachgibt, so dass sie sich total bequem an den Körper anschmiegt. Aber: das Aufstehen von da unten war für uns nix. Bis man sich als 1,80m-Mensch da mal hochgehievt hat, nee, nee, lieber wollten wir uns wieder hochschlafen ;)) Es musste also eine Unterkonstruktion für Emma her, die in meinem Kopf nach einigen Baumarkt-Besuchen schon seit Tagen Gestalt angenommen hatte.  Ein selbstgebautes Bett aus Echtholzbalken sollte es sein und ist es nun auch geworden. Ich spule an dieser Stelle mal schnell vor und zeige euch das Endergebnis – als nämlich wenige Tage nach der Matratze auch die Kopfkissen, Bettdecken und Bezüge von Emma angekommen waren, konnte ich endlich ein kleines Fotoshooting machen:

diy-bett

Ich finde es das neue DIY-Bett sooooo schön! Bin ganz happy damit. Wer sich für die Bauanleitung der Konstruktion interessiert, der möge diesen Artikel bis zum Ende lesen, für alle anderen habe ich hier erstmal ein bisschen was fürs Auge ;)  Damit ihr euch die Größenverhältnisse besser vorstellen könnt, habe ich kurzerhand meine kleine Maus zum Fotomodell gemacht. Los geht’s also auf einen Rundgang durch unser upgedatetes Schlafzimmer.

Luise proudly presents: Emma pur!

emma-matratze

Emma Bettdecke pur:

bettwaesche-emma

Emma Kopfkissen pur:

kopfkissen-emma

Diese Kopfkissen sind übrigens echt abgefahren! Sie sind hart und doch weich – geben nur ganz punktuell nach, so dass der Kopf mega bequem um das richtige Stückchen einsinkt.

Die Bettwäsche ist auch wirklich extrem schick – ich stehe ja voll drauf, wenn Vorder – und Rückseite eine unterschiedliche Farben haben:

bett-selber-bauen

emma-bettwaesche

Ach ja, unsere Unterwäsche und Socken verstauen wir jetzt übrigens platzsparend unterm Bett:

bett-selbst-bauen

Wollt ihr noch die andere Seite des Zimmers sehen? Unser DIY-Balken-Drahtseil-Kleiderschrank durfte bleiben ;)

diy-kleiderschrank

So, das war’s mit dem kleinen Rundgang. Ihr seid immer noch dabei? Dann wollt ihr wohl wissen, wie wir das Bett gebaut haben ;) Also, ihr braucht dafür erstens folgende Holzmaterialien:

bett-selber-bauen-anleitung

Die Schaltafeln bekommt ihr im Baumarkt und die massiven Holzbalken in verschiedensten Längen HIER.

Dazu benötigt ihr noch:
– 6er-Schrauben
– Akkuschrauber
– anthrazitfarbenen Holzlack
– Lackpinsel
– Doppelklebeband
– Malerband

Dann kann es auch schon losgehen – es ist eigentlich ganz einfach. Zuerst platziert ihr die drei 180-m-Balken und die beiden 30-cm-Balken folgendermaßen auf dem Boden:

bettanleitung-05

(Ich habe übrigens nur deshalb die kurzen und langen Balken mit der kleinen Lücke aneinandergereiht, weil ich auf eine exakte Gesamtlänge von 2 Metern kommen musste und die Lücke hinterher nicht mehr zu sehen sein wird. Wenn ihr aber eine andere Länge benötigt, dann klickt mal die Auswahl der Balken HIER durch – vielleicht gibt es eure Wunschlänge in einem Stück.)

Weiter geht es mit den Schaltafeln – diese werden nun quer über die Balken gelegt, so dass sie oben und unten bündig mit den Balken abschließen, links und rechts jedoch nur 6 cm auf ihnen aufliegen:

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Verschraubt nun wie in der Abbildung die Schaltafeln mit den Holzbalken. Die beiden 75-cm-Balken werden nun einfach wie im folgenden Bild ans Bett herangeschoben. Ich selbst habe sie nicht verleimt, weil ich mit dem Putzen flexibel bleiben will und die „Nachttischchen“ auch vielleicht auch mal wegschieben möchte. Tragt nun einen Streifen Doppelklebeband in etwas weniger als 45cm Länge (gelb in der Abbildung) am inneren oberen Rand des Balkens auf:

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Doppelklebeband hält bombenfest, aber alternativ könnt ihr natürlich auch Leim nehmen. Die beiden 45-cm-Balken werden wie folgt etwas versetzt auf die anderen Balken aufgesetzt:

bettanleitung-01

Das DIY- Bett ist fast schon fertig. Streicht nun den Rand der Schaltafeln mit dem anthrazitfarbenen Lack an – klebt dazu mit dem Malerband die Balken ab, damit nichts daneben geht. Nach oben hin darf es ruhig ein bisschen unsauber sein- kommt ja eh die Matratze drauf ;) Ihr könnt natürlich auch schon vor dem Anmontieren den Lack auftragen und trocknen lassen.

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Den Lack trocknen lassen und FERTIG! War wirklich sehr einfach, oder? Wenn ihr Fragen zur Konstruktion habt dann schreibt einfach ein Kommentar unter dem Artikel. Ansonsten viel Spaß beim Nachbauen! Vergesst aber bitte nicht, dass ihr eine Matratze braucht, die ohne Lattenrost auskommt – zum Beispiel die Emma ;))

bett-bauen

So, ihr lieben Leute, ich bringe jetzt mal die kleine Maus ins Bett, sie ist reif für ein Vormittagsschläfchen! Vielleicht lege ich mich auf der riesigen Matratze sogar dazu und döse ein bisschen. Und wisst ihr, was daran das Beste ist? Falls ich doch aufstehen will, nachdem ich Luise eeeeendlich zum Einschlafen gebracht habe, dann wird das neue. Bett. Nicht. Quietschen.

Jippieh!

Eure Sammy

* Alle in diesem Artikel aufgeführten Emma-Produkte wurden mir von Emma Matratzen kostenlos zur Verfügung gestellt.